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Angebote für Menschen mit Demenz

Angelehnt an das Konzept für die Begleitung und die Beschäftigung von Menschen mit einer Demenz werden zahlreiche Angebote durchgeführt.

Die Angebote sind in den Alltag der Bewohner eingebettet, tragen zu seiner Strukturierung bei und helfen mit, ihn so zu gestalten, dass möglichst viele positive Erfahrungen gemacht werden können, indem sie die noch vorhandenen Fähigkeiten in den Fokus stellen.

So geht es beispielsweise in der Morgenrunde mit individueller Frühstücksbegleitung um den Erhalt der alltagspraktischen Fähigkeiten, wie selbständig und selbstbestimmt zu essen, zu trinken und Entscheidungen zu treffen. Hier wird auch durch eine gezielte Ansprache beim therapeutischen Tischbesuch die Kommunikation gefördert und der einzelne Mensch in seiner personalen Identität wahrgenommen und gestärkt.

Themenzentrierte Aktivierungsrunden und die 10-Minuten-Aktivierung geben zeitliche Orientierung im Jahresablauf und sprechen das Langzeitgedächtnis an, ohne den Bewohner zu überfordern. Erinnerungen und Lebenserfahrungen werden erzählt, gepflegt und wertgeschätzt, denn die Kenntnis der Biografie ermöglicht einen auf den einzelnen Bewohner zugeschnittenen personenzentrierten und validierenden Umgang, sowie biografieorientierte Einzelangebote.

In angenehmer Atmosphäre finden regelmäßige Sportangebote für Menschen mit demenziellen Erkrankungen statt.

Begleitete Spaziergänge und Aufenthalt im Garten sprechen alle Sinne an, fördern die Mobilität der BewohnerInnen und bauen Unruhe ab.

 

Psalm- und Symbolandachten

Regelmäßig findet eine Psalm- und Symbolandacht statt, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit einer demeziellen Erkrankung zugeschnitten ist.

In einem kleinen Kreis von acht bis zehn Bewohnerinnen und Bewohnern entsteht ein optimaler Rahmen für die individuelle Begleitung. Die Themen sind auf das Kirchenjahr ausgerichtet: Ostern, Erntedank, Weihnachten etc.. Die Inhalte werden durch Bilder oder Symbole greifbar gemacht.

Die immer wiederkehrenden Kirchenlieder, Gebete und gesprochenen Psalmen sind Rituale, die Orientierung und Sicherheit vermitteln. In diesen Andachten ist häufig zu erleben, wie Menschen, die den Kontakt zu ihrer Umwelt größtenteil verloren haben, sich von den vertrauten Texten, Liedern und Gebeten berühren lassen, einstimmen oder sogar mitsprechen.

Dabei wird deutlich, dass Menschen im Alter oft zahlreiche religiöse Erfahrungen in Gottesdiensten gemacht haben, an die in unseren Andachten angeknüpft werden kann. Vor allem erfahren Menschen mit einer demenziellen Erkrankung in diesen Momenten, die sie aktiv erleben können: Ich darf so sein, wie ich bin.